Frauen führen anders


Potenz-ial Frau IM HANDEL
 

Gedankenfetzen – und warum wir nicht bekommen, was wir wollen -

Viele Frauen sind in unendlichen Gedankenschleifen unterwegs. Weißt Du, woran das liegt. Frauen verbinden beim Denken alles mit allem. Ein Beispiel: Du siehst eine Biene und dann läuft es bei einer Frau wie folgt ab: „mhhh Honigbrot wäre auch mal wieder lecker, wo gibt es eigentlich den besten Honig zukaufen, das Bienensterben ist jetzt hoffentlich im Griff. Die Blumen auf dem Balkon muss ich auch noch gießen. Muss mal schauen, ob ich morgen noch Blumen im Baumarkt bekomme, der eine Blumenstock ist schon eingegangen, der nette Verkäufer bei den Blumen, der ist aber auch süss…und so geht es ständig weiter. Im Schnitt sind jetzt all unsere Gehirnariale 45 Minuten mit dieser Biene beschäftigt.

Beim Mann läuft es wie folgt ab: Er sieht eine Biene, passt es in das Kästchen Auto? Nein, passt es in das Kästchen Fussball? Nein, passt es in das Kästchen Essen? Nein..und so weiter und wenn es in keines seiner Denkkästchen passt, dann landets es im Nichts und alle anderen Gehirnariale werden abgeschaltet. Damit ist für ihn das Thema erledigt.  

Wir schleudern und schleudern unsere Gedanken wie eine alte Waschmaschine immer und immer wieder. Und glauben, dass dieses Schläudern etwas mit Denken zu tun hat. Hat es aber nicht. Es ist nichts anderes als „Grübeln“. Und so wie eine alte Waschmaschine irgendwann nur noch Kleiderfetzen produziert, produzieren wir Gedankenfetzen. Und das ganze Ausmaß dieses Dramas wird dann sichtbar, wenn wir anfangen zu reden. Anstatt zu sagen: „Ich hab eine Idee, wie wir mehr Umsatz machen können“ sagen wir: „Also wisst ihr, ich hab da mal darüber nachgedacht über unsere Problem und hab dann noch mit ein paar Leuten darüber gesprochen, und ich will ja nicht sagen, dass das die beste Idee ist, die es gibt, und wahrscheinlich habt Ihr auch noch ein paar super tolle Ideen dazu und ich denke wir sollten dann mal zusammen….bla, bla, bla. Unsere Sätze bestehen aus Rechtfertigungen und Entschuldigungen und ziehen sich endlos in die Länge in der Hoffnung ja niemanden irgendwie auf die Füße zu treten.

Dauergrübeln ist ein ernst zunehmendes Frauenleiden, das bis zur Depression oder Burnout führen kann. Warum quälen wir uns eigentlich selbst so mit dieser endlosen Grübelei. Wir hoffen, dass wir auf diese Weise unsere Probleme sanft, unauffällig in den Griff bekommen und hoffentlich niemanden damit in die Quere kommen.  

Sprechen hat etwas mit TUN zu tun. Sprechen und TUN ist eins. Für uns Frauen heißt das, in dem Moment wo wir sprechen stehen wir im Mittelpunkt und je klarer wir kommunizieren, desto mehr Aufmerksamkeit haben wir. Und genau das wollen wir verhindern. 

Frauen haben von der Erziehung her einfühlsam zu sein. Wir drängen uns nicht in den Vordergrund. Wir definieren Beziehung über „gemocht werden“. Und wir sind kreuzunglücklich, wenn wir nicht gemocht werden. Selbst dann, wenn es „nur unser Chef“ ist. Er könnte ja jetzt verärgert sein, wenn ich ihm jetzt klar sage, dass wir die Abteilung heute nicht mehr umbauen werde. Statt dessen fangen wir an mit "ach wissen Sie, im Moment ist Lisa gerade in Mittag und dann geht Susi und dann sind wir nur zu zweit auf der Fläche, weil Marianne heute Nachmittag frei hat...bla, bla, bla. Wir trauen uns nicht zu sagen: "nein, heute machen wir das nicht mehr. Wir sind zu wenig Mitarbeiter. Aber morgen teile ich entsprechend viele Kollegen ein, damit haben wir das Ding in 2 Stunden fertig". Punkt!!! Alle wissen woran sie sind und was sie zu tun bzw. zu erwarten haben. Spüren Sie den Unterschied? 

Wie bekommen wir das jetzt hin, dass wir klar aussprechen, was wir haben wollen, egal ob dem Chef oder den Mitarbeitern gegenüber? 

Indem wir unsere Sprache zum Einsatz bringen. Ganz klar mit dem, was wir wollen. Genauso klar kommunizieren, dass der andere merkt, er hat jetzt gar keine andere Möglichkeit mehr, als das zu tun, was wir sagen. In dem Moment, wo Sie unsicher sind mit dem was Sie sagen spürt das der andere und fängt sofort an seine Wünsche durchzusetzen. Und dann tun Sie genau das, was Sie nicht wollten. Obwohl Sie gerade eine halbe Stunde erklärt haben, wieso der Abteilungsumbau heute nicht mehr möglich ist. Sie bauen um und ärgern sich über den Chef. Aber Sie müssten sich über sich selbst ärgern, denn Sie waren nicht in der Lage sich klar mitzuteilen. Sie waren die Ursache

  1. Schritt
    Was wollen Sie heute tun? Äußern Sie Ihre Absichten, nicht Ihre Bedenken. Denken Sie daran, in dem Moment, wo Sie den Mund aufmachen stehen Sie auf einer Bühne. Und denken Sie daran, Ihr Chef, Ihre Mitarbeiter hören nicht nur, was Sie sagen, sondern auch, wie Sie es sagen. 
  2. Schritt
    Streiche
    n Sie alle "ähms", "hihis"und "vielleichts" aus Ihrer Sprache. Hören Sie auf sich zu rechtfertigen. Es reicht, wenn Sie sagen "sorry, ich bin zu spät". Sie müssen jetzt nicht noch stundenlang ausführen, dass Sie auf halbem Weg bemerkt haben, dass Sie wichtige Unterlagen zu Hause vergessen haben, und dann auch noch der Bus zu spät kam und Sie den Rest der Strecke dann einen Umweg gehen mussten, weil es eine Baustelle gab. 

  3. Schritt
    Informieren Sie Ihre Mitarbeiter von Ihrem Vorhaben und fragen Sie nicht um Erlaubnis. Also nicht, was haltet Ihr davon, wenn wir morgen die Abteilung umbauen? Sondern: "Hey Mädels, wir bauen morgen die Abteilung um und damit wir schneller fertig sind kommt Susi zusätzlich an dem Tag". 


  4. Schritt
    Wenn Sie eine Meinung äußern, dann setzen Sie kein Fragezeichen dahinter, sondern einen Punkt. Also nicht: "ob man vielleicht doch die Abteilung umbauen sollte?" Sondern: "Ich schlage vor, wir bauen die Abteilung um!"

 


 
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